On the road

On the road

Nun ist es also losgegangen mit dem echten Reiseabenteuer. Heute um 09:10 haben wir das Taxi bestiegen, das uns zum Vermieter des Campervan gebracht hat.

Die Übernahme war dann etwas komplizierter, als wir erst gedacht hatten. Eine attraktive junge Deutsch hat uns bei der Administration geholfen und uns dann in die Handhabung des Van eingeführt. Das hat dann ungefähr so getönt: ‘na euch Schweizer muss man ja nicht viel zu deutschen Autos sagen (wir haben eine Mercedes)’ oder ‘ach ihr braucht den Zustand nicht zu prüfen, ihr habt ja eh eine Versicherung’ oder ‘putzen braucht ihr das Fahrzeug nicht, ihr habt ja Ferien’. Nun tolle Sprüche von einer “tollen” Frau (hoffentlich liest dies Claudia nicht 🙂 ) aber leider war sie dann nicht so toll.

1. Sie hat die Autonummer falsch angegeben und uns mitgeteilt. Diese brauchten wir um uns beim Strassenzoll anzumelden. Damit musste ich unseren Eintrag neu machen. Allerdings habe ich nur für die “falsche” Nummer eine Mailbestätigung erhalten.

2. Sie hat es nicht geschafft das versprochene Internet mit 1 GB einzuschalten. Nach langem probieren und abklären im Office die niederschmetternde Nachricht: es gibt mit den neuen Geräten an Bord wohl gar kein Internet. Sie versprach uns eine Gutschrift von 15A$. Nachdem ich auf dem Camping nun selber ans Gerät sitzen konnte, habe ich in 5 Sekunden den richtigen Menueintrag gefunden und wir HABEN 1GB Netzverbindung. Nun, da dies aber max. 3G ist und auch nicht überall  eine Verbindung möglich ist, werde ich wohl meine persönliche Sim-Karte im Handy weiter nutzen müssen. 

3. Sie hat uns (wobei das wohl nicht ihr Fehler ist) einen falschen Typ Fahrzeug gegeben. Entgegen unserer Reservation haben wir nun das Modell mit drei Schlafplätzen. Wir sollten froh sein, meint ihr? Wir könnten so flexibel sein, meint ihr? Ok, aber dadurch ist die WC/Duschkabine kleiner und für die Schlafplätze hinten steht weniger Platz zur Verfügung. Statt die versprochenen 1.91m sind es knapp 1.85 was bedeutet, dass ich oben und unten gerade Kontakt habe. So kann ich wenigstens nicht runterrutschen (wir stehen leicht schräg auf dem Platz). 

Aber natürlich ist das Jammern auf hohem Niveau. Wir haben tolles Wetter, herrliche Wärme bei einem leichten Wind, was es erträglich macht.

Nachdem wir den Wagen endlich übernehmen und die Taschen verstauen konnten, standen die ersten paar Meter bevor. Hochkonzentriert fuhr ich vom Gelände gleich in einen Kreisverkehr. 1. richtige Richtung fahren, 2. richtige Vortrittsseite beachten und 3. an der richtigen Strasse (und der richtigen Seite) den Kreisel wieder verlassen. Gar nicht so einfach, sage ich euch. Und unser Navi ist auch nicht ganz auf der Höhe. Wir haben den Weg zum nächsten Aldi gesucht. Prompt sind wir zwar im richtigen Quartier, aber in der falschen Strasse gelandet, was eine Zusatzschleife und weiteren Stress beim mir und meiner Beifahrerin auslöste. Schliesslich haben wir die richtige Einfahrt erwischt und den 7m-Koloss quer über zwei Parkplätze gestellt. Nein, das ist nicht unverschämt, da gab es Camper (kleinere), die mind. drei Plätze belegt haben!

Nach dem ersten Grosseinkauf, fanden wir dann rasch die richtige Strasse zum Highway und von dort führte uns das Navi sicher nach Katoomba. Ich habe es geschafft, immer auf der richtigen Seite zu fahren. Claudia hatte zwar manchmal das Gefühl, ich würde zu weit links fahren. Und der aggressive Ton der die Seiten- oder Zwischenstreifen beim überfahren von sich gaben, gab ihr Recht… Mit der genauen Adresse war das Navi dann aber wieder überfordert und führte uns durch Quartiere und kleinste Strassen, bis ich mich entschloss, nicht mehr nach dem Gerät zu fahren, sondern nach Gefühl. Und siehe da, 2 Min. später waren wir beim Camping.

Unser Stellplatz

Nachdem wir angekommen sind, uns mit der Umgebung vertraut gemacht und das lokale W-Lan eingerichtet haben, sind wir erstmals zum Lookout-Point der Bluemountains gegangen. Eine eindrückliche Aussicht und ich habe ein Gefühl gehabt, das ich das letzte Mal am Rande des Grand Canyon hatte: Ehrfurcht vor der Natur und was sie hervorbringt. Aber seht selber:

Blue Mountains

Three Sisters

Nach einem kleinen Apéro und dem Einräumen der Utensilien war der Sonnenuntergang nahe. Um abzuschätzen, wie es morgen aussehen könne, sind wir nochmals kurz zum Lookout Point gegangen. Diesmal war keine Menschenseele mehr da und es herrschte eine Ruhe, die nur ab und zu von den Lauten der Tiere durchbrochen wurde. Die richtige Umgebung zum nach dem Trubel der Stadt wieder aufzutanken.

Nach dem Entspannen wartete aber schon wieder die Arbeit. Schliesslich müssen wir nun selber für das leibliche Wohl sorgen. Also ran an den Gemeinschaftsgrill. Ein buntes Treiben herrschte dort und man wechselte (vorerst noch zurückhaltend) erste Worte mit den anderen anwesenden. Auf jeden Fall haben uns die Hamburger geschmeckt.

Wir sind sehr gespannt, wie wir die erste Nacht verbringen werden. Auf jeden Fall habe wir links und rechts je eine Familie mit einem kleinen Kind. Aber aktuell (22 Uhr) ist es ruhig.

6 Gedanken zu „On the road

  1. Salü 🙋‍♀️ a die andere Site vor Wäut 🌏
    Vo Härze gratuliere mir dir zum Geburtstag 🎁 u wünsche dir e interessante, lustige, überraschende, freudvolle u sunnige ☀️ Tag. U natürlich aues Guete im neue Läbensjahr. Liebi Grüess Beatrice u Pesche

  2. Hi Mate u liebi Claudia
    Ig ha über WhatsApp gratuliert u das chasch gar nid läsä he????? De haut….. Schön, äs chömä ganz vili Erinnerigä a üsi Reis im 2011!! Hettsech beschtimmt noh gar nid viu veränderet. Blue Mountains, great place to be, dört heimer ä u schöni Tur mitämä Ranger gmacht. Hei viu gseh u glehrt! Vor auem über die vielä Viehcher!!! 😉 Häbet obacht, dass kener i öies Vehikel chrabblä ;-))))

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