and it’s flying

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8.4.: Danmark -> Pemberton

Als erstes hier ein Foto von unserem HEUTIGEN Frühstück. Claudia meint, wir sollten zeigen, dass wir auch einmal etwas gesundes essen. Heute gab es also Müesli mit ein wenig wertvollem Honig und eine halbe Melone.

So, das wäre soweit erledigt und wir können gestärkt in den Tag starten. Gleich nach Denmark gibt es noch zwei Sehenswürdigkeiten, die wir uns ansehen wollten: das “Green Pool” und die “Elephant Rocks”. Das erstere hat für einmal den Namen nicht von den Algen, die in einem Wasserbecken schimmern, das schon lange kein frisches Wasser gesehen hat. Sondern von der Farbe des Wassers in einem geschützten Bereich unmittelbar an der sonst (wie gestern schon beschrieben) sehr rauen Küste. Vor allem die Aufnahmen der Drohne (ja, man durfte offiziell mit einer Drohne fliegen, daher rauch der Titel), zeigen dies ganz schön. Bei den Elefantensteinen geht die Geschichte von gestern mit dem “Dog-Rock” weiter. Mit genügend Phantasie kann man im mittleren grossen Stein die Form eines Elefanten erkennen. Aber eigentlich soll es ja zum Ausdruck bringen, dass dies eine sehr alte, ehrwürdige Steinformation ist. 

Den zweiten Halt legten wir im Valley of the Giants bei Walpole ein. Wir haben aber auf den Tree-Top-Walk, also das Besteigen der Stege in den Baumwipfeln, weil wir das ja schon im Osten gemacht haben. Wir begnügten uns mit einem Rundgang am Boden. Auch von dort waren die vielen sehr alten und mächtigen Bäume sehr gut zu sehen (auf jeden Fall der untere Teil davon). Und der war auch sehr interessant. Denn viel dieser Giganten sind an der Basis ausgebrannt – und stehen trotzdem noch. Die Wunden wurden ursprünglich durch Pilze und Insekten ausgelöst, die den Stamm aushöhlten. So hatten die Feuer dann leichtes Spiel den Baum von innen her auszubrennen. Die Bäume haben aber die Gabe, dass sie über die äussere Rindenschicht weiter Nahrung aus den intakten Wurzeln transportieren können und überleben so (noch ein paar Jahrhunderte…), bis sie eines Tages ein Sturm knickt oder ganz umwirft. 

Gleich danach verliessen wir die Küste und fuhren die nächsten rund 100 km wieder einmal durch endlose Wälder und, wen wundert’s, viele km gerade aus. Der Camping in Pemberton ist eigentlich nur eine “Notlösung”, weil eine Durchfahrt bis an die Westküste einfach zu lange wäre. Er liegt aber sehr malerisch an einem kleinen Bach und wir hatten genau an diesem Bach unseren Platz ausgewählt. Mal sehen, was wir morgen früh aus unserem “Schlafzimmerfenster” sehen. Die ersten gefiederten Gäste haben sich schon mal zu uns gesellt. 

Hier in Pemberton gib es eine alte Eisenbahnlinie, die eigentlich nicht mehr in Betrieb ist. Für die Touristen fährt die Bahn aber noch einmal täglich rund eineinhalb Stunden eine Strecke in den Regenwald und wieder zurück. Der Wagenpark war wohl einmal sehr umfangreich, auch mit ganzen Dampfzügen. Aktuell fährt nur noch ein dieselbetriebener Zug die Stecke. Wir haben ihn zwar nicht gesehen, aber einige Wagen standen noch da. 

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Wie oben angekündigt, konnte ich heute wieder einmal mit der Drohne fliegen und Aufnahmen machen. Ein paar Fotos seht ihr oben. Von den beiden Flügen, dem im roten Zentrum und dem von heute, habe ich eine kurze Sequenz zusammengeschnitten und auf unserem YouTube-Kanal abgelegt. Leider habe ich irgendwie beim zweiten Flug die Aufnahmetaste nicht richtig gedrückt, weshalb die spektakulärsten Aufnahmen nun nur in meinem Kopf existieren.

Da es wieder einmal ein kurzer Bericht war, hier noch eine kleine Anekdote am Rande…

Hier in Australien sieht man viele verschiedene Automarken. Vordringlich sind die Japaner (Mazda, Hyundai, Toyota) vertreten. Aber auch die grossen Wagen von Ford sind sehr beliebt. Für einige scheint der Wagen aber vor allem ein Statussymbol zu sein – eine Penisverlängerung für junge Hengste, wie ich zu sagen pflege. Die Dreckschleudern sind völlig überdimensioniert und aufgemotzt und verbrauchen wohl 15 Liter Diesel pro 100 m – äh km. Zu diesem Thema passt ein Bild, das ich gestern in der alten Walfangstation gemacht habe. Für so was braucht es mehr als ein aufgemotztes Fahrzeug (Bsp. könnt ihr im Bericht “visit the Dolphins” sehen)…

Aber eigentlich wollte ich ja eine andere Geschichte erzählen. Denn es gibt noch eine Automarke, die uns völlig fremd war: Holden. Wir haben natürlich etwas recherchiert und herausgefunden, dass dies eine echt australische Automarke ist. Ein Hr. Holden (wie überraschend) hat kurz vor dem ersten Weltkrieg begonnen hier Autokarosserien zu produzieren, nachdem er vorher vor allem im Bereich der Sattlerei tätig war. Diese Karosserien passten einerseits auf Ford-Basen – die produzieren dann aber selber in einem Werk in Australien – anderseits aber auch auf Modelle von GM, und Chevrolet. Nachdem es dem Unternehmen nicht mehr so gut ging, wurde es von GM übernommen. Das sieht man auch heute noch sehr gut, ähneln die Fahrzeuge doch stark den Opel- oder Vauxhall-Modellen der 80-er Jahre. Selbst die Namen wurden übernommen. So fahren hier tatsächlich noch “Commodore” herum. Ein Modellnamen, den es in Europa seit wohl dreissig Jahren nicht mehr gibt. Natürlich gibt es auch hier Aufmotzkits für unterdotierte junge Herren – aber ich will mich nicht wiederholen. Nach einigen Auf und Ab hat die Firma nun im 2017 die Produktion endgültig eingestellt. So stirbt ein weiteres Stück australische Identität. Allerdings wird man die Fahrzeuge noch lange auf den Strassen sehen.

Ein Gedanke zu „and it’s flying

  1. Oh, da seht Ihr ja echte Ausstellungsstücke auf den unendlichen Straßen. Sind die auch Pannenfrei?
    Und phänomale Bilder mit dieser Drohne sowie sensationeller Musik.
    Ä Schöööne. Kaethy

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