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Kategorie: Eden

scenic drive

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Nach einem Tag in Burril Lake am herrlich gelegenen Camping mit unserem 1A-Platz, ging es heute weiter südwärts. Wir haben uns entschieden, eine Nacht in Burril und zwei Nächte in Eden zu verbringen. Bezüglich Campingplatz war das eine schlechte Entscheidung. Weder die Lage noch der Stellplatz können sich mit denen von Burril messen. Zwar liegt der Camping direkt am Meer und der Strand würde zum Baden einladen … leider ist das Wetter so, dass man bereits beim Gedanken an die Badehosen fröstelt. Nun werden wir morgen herausfinden, ob wenigstens der Ort mehr hergibt.

Hier noch unser Ausblick aus dem Schlafzimmer heute Morgen.

Nun der Tag ist eigentlich schnell erzählt. Denn ausser der Dolphins-Bucht in Burril Lake sowie einem herrlichen, einsamen Strand haben wir nicht viele Attraktivität gefunden. Zwar war die Fahrt auf der Scenic Route (Nr. 9) mehr oder weniger am Meer entlang statt auf der Autostrasse im Landesinnere sicher attraktiver, weil man doch immer wieder etwas neues zu sehen bekam. Aber trotz vielen Warntafeln wegen Wombats und Kängurus haben wir bis kurz vor Eden nur “Leichen” gesehen. Dann aber, ich habe noch zu Claudia gesagt “die lieben doch Golfplätze”, ein ganzes Rudel am Grasen … auf einem Golfplatz. Zwar konnte der Club nicht mit zwei neuen Mitgliedern rechnen, aber der Parkplatz bot eine hervorragende Gelegenheit, die Tiere zu fotografieren.

Wie gestern, war die Fahrt geprägt von vielem “Bergauf- und Bergab”. Es gab nicht viele Strecken, die flach verliefen. Das stellt natürlich auch an den Fahrer hohe Ansprüche. Aber auch die Strassenqualität stellt das Fahrzeug, die Insassen und vor allem das Equipment auf die Probe. Es ist unglaublich was an so einem Fahrzeug alles “chlefele” kann. Wir werden für die nächste Etappe das eine oder andere noch optimieren müssen.

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Stellvertretend hier noch ein paar Aufnahmen der Kängurus sowie von mir, wie ich mich todesmutig in die Wellen stürze (gleich danach, ehrlich).

when boats were made of wood, men were made of steel

when boats were made of wood, men were made of steel

Wie gestern erwähnt, haben wir uns heute in und um Eden aufgehalten. Wir haben Boydtown resp. den Boydtower besucht. Das ist ein Überbleibsel eines stinkreichen Schotten namens Boyd, der um 1840 hier ein Gegenpart zu der damaligen «Hauptstadt» Sydney errichten wollte und dies auch tat. Er gründete ein Wirtschaftsimperium mit Landwirtschaft, Wahlfang und Import-/Export im eigenen Hafen in der nach ihm benannten Stadt. Leider ereilte ihn Ende der 1840er die Wirtschaftskrise und er liess alles stehen und liegen und verzog sich nach Kalifornien, wo gerade der Goldrausch anfing. Von seinem ehemaligen Imperium steht nur noch ein Gebäude, das restauriert und nun als Hotel im Einsatz ist. Der Leuchtturm, der ganz an der Spitze der Halbinsel südlich von Eden liegt, ist eben eigentlich gar keiner. Denn Boyd erhielt keine Konzession für einen privaten Leuchtturm. Aber er wäre auch kein Geschäftsmann gewesen, wenn er nicht auch daraus Kapital geschlagen hätte. Er nutzte den Turm nun als Aussichtspunkt für seine Wahlfänger, was ihm einen riesen Vorteil gegenüber seinen Konkurrenten brachte.

Spannend ist generell die Geschichte des Wahlfanges hier. Denn die Einheimischen hatten herausgefunden, dass sie Killerwale (also die Orkas) als Helfer nutzen konnten. Dadurch, dass sie diese fütterten (mit den Lippen und den Zungen der getöteten Bartwale), trieben diese die Bartwale in die Arme der bereiten Walfangflotte. Eine echte Symbiose… Der Spruch, der auf dem Werbeposter für den Ort wirbt (und als Titel für diesen Beitrag hinhalten muss), war wohl treffend: «when boats were made of wood, men were made of steel». Es muss schon eine abenteuerliche Arbeit gewesen sein, mit Ruderbooten mit 8 Mann (6 Ruderer, ein Steuermann und einer der die Harpune schmeissen musste) einen so grossen Wal anzugreifen. Ich möchte nicht wissen, wie viele dabei drauf gegangen sind.

Danach fuhren wir durch das Städtchen Eden bis zum dortigen «lookout-point». Nun, wenn DAS das Paradies war, dann verstehe ich wieso Adam und Eva dort weg wollten JNein, Spass beiseite. Gerade viel hat das «Paradies» nicht zu bieten. Sicher wäre das Killerwalmuseum spannend gewesen, aber dieses schloss bereits um 15 Uhr.

So war das wirklich spannende an diesem Tag die Wäsche. Dies weil man bei diesen allgemein zur Verfügung stehenden (alten) Maschinen nie weiss, was man genau einstellen muss und was dann daraus wird. Wir hatten Glück, keines der Wäschestücke ist eingegangen und sie haben nun nicht auch alle dieselbe Farbe… Weil das Wetter etwas unsicher war, haben wir die im Tumbler angetrockneten Wäschestücke quer im Camper aufgehängt. Damit haben wir auch gleich was für die Luftfeuchtigkeit getan.

Und das Highlight des Tages war das Nachtessen. Claudia hat eine One-Pot-Pasta gezaubert und ich habe eine Tranche Lachs auf den Grill geschmissen. War sehr gut.

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