On the ‚ways‘

On the ‚ways‘

11.3., da war doch was… was war es denn gleich? Es ist verrückt, kaum ist man in den Ferien vergisst man alles… Nun, der Tag fing auf jeden Fall sehr schön an. Blauer Himmel, wohin man blickte.

So konnten wir uns auf einen herrlichen Tag in der Scenic World der Blue Mountains freuen. Die Australier haben hier auf einer überblickbaren Fläche ein engmaschiges Netz von Attraktionen und Walk-Ways angelegt – und das mitten im Regenwald. Man kann natürlich jetzt der Meinung sein, dass dies gar nicht geht und damit ein wichtiges Naturgut kaputt gemacht wird. Aber wenn man weiss, dass hier an gleicher Stelle früher Kohle abgebaut wurde, dann ist die heutige Nutzung wohl eine Erholung für die Natur. Zudem sind die Bahnen und die Wanderwege in einem kleinen Teil dieses gewaltigen Naturreservats.

Wir machten uns also schon früh, gleich nach dem Frühstück auf den kurzen Weg zum Eingang der Scenic World. Kurzfristig haben wir uns noch ein paar Dollar gespart, indem wir die Tickets online gekauft haben. Die Bestätigungsmail mit dem beigefügten PDF reichten dann für den Eintritt. Dafür erhält man dann ein Armbändel, der einem einen Tag lang freie Fahrt auf allen Bahnen garantiert. Der nette Herr am Schalter hatte für uns bereits eine Empfehlung bezüglich der Reihenfolge. Wir sollten erst mit der Scenic SkyWAY (eine horizontale Gondelbahn) quer über dich Schlucht und nach Belieben einen kurzen Walk zum Wasserfall (Wasserfall? Die haben wohl noch nie die Reichenbachfälle gesehen…) oder einen etwas längeren Spaziergang zum Echo-Point unternehmen. Wir haben uns natürlich für den längeren Weg entschieden. Dies belohnte uns mit tollen Aussichten über den Regenwald aber auch auf die Tree Sisters, das Wahrzeichen der Region. Bereits jetzt, am Morgen trieb uns die Hitze den Schweiss aus den Poren. Wieder mit der SkyWAY zurück am Ausgangspunkt führte uns die Scenic RailWAY (gemäss ihren Aussagen die steilste Kabelbahn der Welt – ich bin nicht sicher, ob sich die Gelmerbahn das gefallen lassen sollte) in den Regenwald hinunter. An gleicher Stelle wurde früher die Kohle aus dem Tal nach oben gefördert. Das Video dazu findet ihr wie gewohnt auch auf unserem Youtube-Kanal (folgt noch).

Dann folgte der WalkWAY. In rund 50 Minuten erkundeten wir auf dem (natürlich) längsten Weg den Regenwald. Allerdings liessen sich nur wenige Tiere blicken. Neben den obligaten Vögeln war das einzig eine kleine Spinne, die sich über Claudias Rucksack hermachte. Wir wissen heute noch nicht, ob sie giftig gewesen wäre. Auf jeden Fall nahm sie dann Reissaus.

Über die CableWAY (eine vertikale Gondelbahn, wie wir sie zu hunderten in den Alpen haben) gelangten wir schliesslich wieder an den Ausgangspunkt. Etwas lächerlich waren die Warnhinweise der Bahnbegleiter jeweils, wenn es über den EINZIGEN Masten ging oder die Einfahrt in die Station einen kleinen Stoss der Führungsschiene auslöste.

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Scenic World Blue Mountains

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Den Rest des Nachmittags verbrachten wir mit dem sichern der Fotos und dem Bereitmachen für den Ausgang. Denn für den speziellen Tag – dessen Grund ich ja nicht mehr weiss – wollten wir ins Städtchen Katoomba essen gehen. Der nette Herr an der Reception wollte uns keine Empfehlung abgeben, es gäbe ja so viele und alle seien in ihrer Art gut. So nahmen wir den mehr als 20-minütigen Marsch (nach DEM Tag) auf uns (a propos «auf» – es ging fast nur immer berg-«auf»). In Katoomba angekommen, wussten wir wieso der Receptionist keine Empfehlung abgeben wollte. Es hätte keine gepasst! Neben ein paar Bars/Pubs, die nebenbei noch Burger oder Pizza anboten, gab es eigentlich nur Take-Away-Buden, die noch ein paar Tische hatten. Zudem war der Stadtkern wie ausgestorben, schliessen die Geschäfte doch bereits um 17 Uhr!!!

So entschieden wir uns, bei Coles (das Geschäft hat als einziges von morgens um 6 bis Mitternacht geöffnet) etwas Aufschnitt und Käse sowie ein feines Brot zu kaufen und marschierten den langen Weg zum Camping zurück. Dort beschlossen wir den Abend bei Wasser (Claudia hat sich ein Fläschchen Rotwein gekauft), Schinken und Salami mit Brot den Abend. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Wir werden das Abendessen bei nächster Gelegenheit nachholen.

2 Gedanken zu „On the ‚ways‘

  1. wer nahm Reissaus ? die Spinne oder Claudia ?

    wenn’s gut geht nehmt Ihr beide noch ab von den Strapazen….

    Gruss vom Schwiitzerländli
    ( Könnt Ihr etwa noch an den GP Australien ? )

    Kaethy

    1. na, die Spinne natürlich … man vergleiche die Grössenverhältnisse 🙂 Bezüglich “abnehmen” unterschätzt du die Wirkung von Tamtam…

      Nein, um den GP kommen wir (bewusst) herum. Wir haben es so gesteuert, dass wir erst am Montag in Melbourne eintreffen. Da sollte schon wieder etwas Ruhe eingekehrt sein.

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