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Kategorie: West Coast

transferday

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Heute hätten wir zwar ausschlafen können, aber leider hat es der Stadt nicht gepasst. Bereits früh holte sie uns aus dem Schlaf. Nachdem wir gestern Abend noch vom Hotelzimmer aus miterleben mussten, wie die Polizei (übrigens war mein “Bekannter” von vor 4 Tagen dabei) einen Mann “hobs” nahm, waren heute Morgen bereits wieder Sirenen zu hören. 

Unser Hotel wollte für ein undefiniertes To-go-Breakfast in einer Kartonbox je 10A$, was wir dankend ablehnten und bei der Bar um die Ecke “eine Art Continental-Breakfast” einnahmen. Danach bestand Claudia darauf, mind. eine der Trinkflaschen, die wir zu viel gekauft hatten, für eine minimale Reinigung der Autorückseite zu investieren. Es sah danach wirklich etwas weisser aus, aber die Spuren unseres “Ausrittes” konnte sie damit auch nicht restlos entfernen. 

Kurz vor der Abfahrt zum Flugplatz (Flughafen wäre wohl etwas übertrieben) erfuhren wir, dass der Flug mind. 45 Min. Verspätung haben wird. Da wir aber die Abgabe des Fahrzeuges auf die eigentliche Flugzeit ausgerichtet hatten, brachte uns dies eine zusätzliche Wartezeit im Flughafen ein, die wir zuerst noch im öffentlichen Bereich, zusammen mit unseren Freunden, den Fliegen, verbrachten. Natürlich schützen wir uns mit den Fliegennetzen. Die verwunderten Blicke der Neuankömmlinge wicht relativ rasch einem hektischen Wedeln mit den Armen. Ich bin überzeugt, dass der Kauf eines Fliegennetzes eines der ersten Anschaffungen der Meisten sein wird.

Die beiden Flüge (2h und 3.5h) verliefen dann ziemlich ereignislos, so dass wir schliesslich um 19.50 Ortszeit in Perth landeten. Die Suche nach dem Bus in die Stadt war dann noch etwas tricky. Schliesslich konnten wir aber das Fahrzeug besteigen, das uns praktisch vor das Hotel führte. Morgen ist 1. Waschtag und 2. erste Besichtigung der Stadt.

it’s shopping-time

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4.4.: 1. Tag Perth

Was macht man mit einer Frau auf “shopping-Entzug”? Ja genau, man geht in die Stadt, am besten noch in ein Outlet-Zentrum. Da konnte sie sich so richtig entfalten…

Naja, so war es natürlich nicht. Erstens ist Claudia nicht DIE Shopping-Queen, zweitens kaufe ich ab und zu auch gerne neue Kleider und drittens hatten wir die CH-Einreisebedingungen im Hinterkopf, so dass wir uns natürlich beim Einkauf zurückhielten. Trotzdem gab es die eine oder andere Badeshorts von Rip Curl oder ein T-Shirt von quicksilver zu “phänomenal günstige Priise” (wie uns die ex-Miss-CH Fäh doch immer wieder vorpredigt). Es war auch praktisch, da sich zur gleichen Zeit eine dunkle Wolke vor die Sonne schob (es schien uns auf jeden Fall so).

Dann haben wir aber auch noch einiges von der Stadt gesehen. Wir waren am Elisabeth-Quay und nutzten intensiv die in der Innenstadt KOSTENLOSEN Busse. Ich frage mich schon, wieso das in der reichen Schweiz nicht möglich ist, im Stadtkern die Nutzung des öV gratis zu machen. Neben Perth haben wir das ja schon in Melbourne erlebt. Wie auch immer, wir sind kreuz und quer durch die Stadt gefahren, jeweils bis an die Endstation und wieder zurück. Dadurch haben wir auch einiges gesehen, das wir morgen nochmals besuchen und näher kennenlernen wollen.

Im Ausgehviertel Northbridge (liegt sinnigerweise “nördlich der Bahn-Brücke”), in dem natürlich während dem Tag nicht viel läuft, die vielen Bars und “Etablissements” aber erahnen lassen, was am Abend hier abgeht, gönnten wir uns dann ein feines Steak bei “Outback Jack”. Aber dieses Mal verzichten wir auf exotisches Fleisch (obwohl man hier von Känguru über Krokodil und Kamel bis Emu alles hätte haben können).

Was uns in dieser Stadt (wieder) sehr aufgefallen ist, ist die Kombination von “Alt” und “Neu”. Viele Gebäude sind (zumindest vom Stil her) aus der Kolonialzeit und gleich dahinter ragt ein grosser modernen Glaspalast empor. Einige alte Gebäude (wie das der ehemaligen Commonwealth Bank) werden heute von (modernen) Unternehmen besetzt (in dem Fall von H&M).

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beautiful city tour

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5.4.: 2. Tag Perth

Heute haben wir uns wirklich die schönen Teile der Stadt angesehen. Erst waren wir im “Sportcluster” von Perth. Ja, im Gegensatz zu Thun, hat es Perth geschafft, die wichtigsten Sportstätten an einem Platz zusammenzufassen. So gibt es das grosse Cricket-Stadion. Leider ist die Saison bereits fertig, so dass wir keine Chance haben werden, noch ein Spiel mitzuerleben. Mich hätte das noch interessiert. Dafür haben sie an der Ummauerung des Gebietes (hat wohl noch den Stand eines früheren altehrwürdigen Stadions) ein paar Streetarts angebracht, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Daneben steht das Pferderennstadion – ebenfalls ein “paar” Quadratmeter gross und schliesslich, verbunden über eine futuristische Brücke, das riesige Football (Footy) Stadion.

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Und dort haben wir uns zu einem Kaffee niedergelassen – und wären am liebsten nicht mehr aufgestanden. Die Umgebung ist so schön gestaltet und alles war so ruhig, wir hätten hier noch Stunden lang sitzen können. Aber es ist nicht nur auf die Besucher der Anlässe hier ausgerichtet, sondern das ganze Gebiet ist EIN Erholungsgebiet. Den Gesamteindruck kann man gar nicht in ein Foto packen. Deshalb habe ich ein kleines Video gemacht, das allerdings auch nur einen Teil wiedergeben kann.

Schliesslich mussten wir uns halt doch losreissen, nicht ohne noch ein paar Fotos von der Umgebung gemacht zu haben. Mit diesen vielen Spielplätzen, Grillanlagen und schön gestalteten Rasenflächen, bietet es auch für Ausflüge oder Sonntagsspaziergänge eine ideale Anlage. Und wenn ich “Anlagen” sage dann meine ich es auch so. Es gibt nämlich nicht ein Grillplatz, wo man selber für Holz sorgen muss. Es stehen vielmehr, wie auf den Campingplätzen, gasbetriebene Grillflächen zur Verfügung.

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Mit einem der Gratisbusse fuhren wir also weiter an einen anderen Platz mit phantastischer Aussicht – dem Kings Park. Etwas erhöht über der Stadt bietet er einen unglaublichen Blick über die Stadt und den hier breiten Swan-River. Das sage ich vor allem dann, wenn ein 10-er Objektiv nicht mehr reicht, um den Ausblick in ein Bild zu fassen. Deshalb braucht es schon eine iPhone-Aufnahme…

Es lohnt sich auch ein Blick auf die übrigen Bilder dazu. Aber vorher noch ein Hinweis. Es gibt im Park viel Rasen – aber nicht nur irgendein Rasen. Es ist ein englischer Superrasen. Und bei Teilen davon hätte jeder Green-Keeper seine helle Freude daran. Es sieht aus wie das Tee beim Golf – auf eine perfekte Höhe geschnitten.

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Zum Schluss besuchten wir noch den Elisabeth-Quay. Auch hier gibt es eine spezielle Brücke und einen tollen Blick auf die Skyline – zudem gibt es hier sehr gute Glace…

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Speziell für Ueli und für Käthy haben wir noch zwei Fotos. Der australische Vermesser und ein Beispiel für lokale Kunst.

Stonehenge or petrified forest?

Stonehenge or petrified forest?

13.4.: Karinyup -> Cervantes

Heute ging es also los mit dem letzten Abschnitt unserer Reise. Die Distanz von rund 180 km war ein Katzensprung (im Vergleich, was uns die beiden nächsten Tage erwartet). Zudem war die Fahrt, entgegen den bisher doch recht eintönigen, sehr abwechslungsreich. Erst wechselten sich steppenartige Graslandschaften mit dichtem Buschwerk ab. Dann plötzlich öffnete sich die Sicht auf eine weite Fläche und schliesslich überraschten uns schneeweisse Dünen. Wir hatten also dauernd etwas zu bestaunen.

Wir sind den Tag ruhig angegangen und haben wirklich auf den letzten Drücker um 10 Uhr den Camping verlassen. Dann stand Tanken auf dem Programm, bevor wir den Freeway Richtung Norden unter die Räder nahmen. Doch nicht lange und die Strasse verengte sich auf eine Spur und dann folgte (natürlich) noch eine kilometerlange Baustelle, die eine Temporeduktion erforderte. Trotzdem erreichten wir kurz nach Mittag den Camping in Cervantes und konnten uns bereits einrichten. Nach dem obligaten Campingrundgang (uff, es hat tatsächlich Gasherde) gab es ein selber gemachtes Sandwich. Erst nachdem wir noch etwas gelesen hatten, machten wir uns auf den Weg zu den Pinnacles.

Wer die Berichte bisher verfolgt hat, dem kommt der Begriff bekannt vor. Ja, genau, in den Grampians (Bericht “What a surprise“) gab es bereits ein Ziel, das sich so nannte. Dort stammte der Name von den Felsformationen. Hier in Westaustralien habe ich den Grund für den Namen nicht herausbekommen. Vielleicht kann ja jemand in den Kommentaren sein Wissen dazu posten. Auf jeden Fall sind es nicht, wie im Titel angegeben, versteinerte Bäume. Die Säulen sind in Millionen von Jahren aus Muscheln entstanden und stammen aus einer Zeit als diese Landschaft noch Meeresboden war. Danach hob sich der Boden und Wind und Wetter haben das leichtere Gestein und vor allem den Sand weggespült/weggeblasen und übrig blieben diese erstaunlichen Säulen. Keine ist gleich und dazwischen gibt es grosse Flächen, wo kein einziger Stein steht. Eigentlich sind wir bewusst etwas später hierher gefahren, weil wir erwartet haben, dass die Sonne dann lange Schatten produzieren würde. Aber ersten waren wir immer noch zu früh und zweitens, war der Himmel leider nicht wolkenlos. Trotzdem gab es doch ein paar Aufnahmen. Dafür sehen wir beim Verlassen des Parks doch tatsächlich noch ein “freilaufendes” Känguru, das sich von uns Menschen nicht wirklich stören liess.

Nach einem kleinen Apéro haben wir noch den ersten Sonnenuntergang über dem Indischen Ozean mitverfolgt. Es ist immer wieder ein Schauspiel, wenn die Sonne “im Meer versinkt”. Zum Tagesabschluss haben wir uns noch “Penne al ragu” gekocht. Es hat noch etwas übrig für morgen….

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white, green, brown, blue, red, turquoise, pink

white, green, brown, blue, red, turquoise, pink

14.4.: Cervantes -> Kalbarri

Dies sind die Farben, die uns heute begleitet haben. Dazu gleich mehr.

Wir haben uns heute morgen sehr früh aus den Federn gequält. Ein kurzes (erstes) Frühstück und schon waren wir “on the road”. Denn heute warteten rund 420km Strasse auf uns. Dank dem frühen Start, kamen wir auch flott voran. Trotzdem hiess es noch etwas Vorsicht walten zu lassen, denn in den ersten Stunden des erwachten Tages, sind die Wildtiere, allen voran die Kängurus unterwegs. Und prompt haben wir zwei vor uns (allerdings weit vor uns) über die Strasse hüpfen sehen. Nun zu den Farben:

white: Weiss waren die Dünen, die uns weiterhin an der einen oder anderen Stelle auffielen. Es ist schon erstaunlich, dass dieser Sand dermassen weiss ist, wenn man sie mit der Farbe der Erde oder auch des Sandes der Strände vergleicht. Noch vor Fahrthälfte waren die Dünen dann aber weg. Weiss, zum Teil sogar grau, waren aber auch die Wolken, die zeitweise die Sonne verdeckten.

blue: war natürlich der Himmel die meiste Zeit und vor allem am Nachmittag in Kalbarri. Aber auch das Wasser des Meeres, welches man ab und zu von der Strasse aus sehen konnte.

green: natürlich sind damit die Büsche gemeint, die sich immer wieder der Strasse entlang zogen. Aber auch der spezielle “liegende” Baum, für den es extra einen “Lookout” gab, hatte natürlich diese Farbe. Grün gilt aber nicht für das Gras, denn das war

brown: Ja, wie schon im Süden und Südwesten frage ich mich, was die Schafe und Kühe aus diesen dürren Halmen ziehen. Braun waren aber auch die Stoppeln der vielen Getreidefelder, die auch hier schon abgeerntet sind. Eine Zeit lang zogen sich riesige Felder über grosse Flächen dahin.

red: das passt einerseits auf die Erde, aber auch auf die Felsen, die wir am Lookout kurz vor Kalbarri bestaunten. Auf den Bildern und im Video sehen sie zwar eher braun aus, aber in Natura haben sie einen roten Touch.

pink: Nun, diese Farbe würde man wohl eher nicht in der Wildnis des Australiens Westens suchen. Aber der See (leider fast ganz ausgetrocknet) der sich rund 60 km vor Kalbarri befindet, hat tatsächlich pinkes Wasser. Diese Farbe hat er von Bakterien, die mit dem (salzigen) Wasser reagieren und dies dann färben. Hier habe ich ein weiters Mal die Drohne eingesetzt und ein paar Aufnahmen aus einer etwas anderen Perspektive machen können.

turquoise: das seht ihr auf den Bildern und vor allem im Video: das Meer in Strandnähe hatte diese phantastische Färbung. Eindrücklich ist vor allem der Übergang vom tiefblauen Wasser weiter draussen in vielen Schattierungen bis zum Weiss (ja auch hier würde es passen) der sich brechenden Wellen.

Das Rot, Pink und Türkis konnten wir vor allem beim Grandstand – Lookout beobachten. Auch dort kam die Drohne zum Einsatz und lieferte weitere Bilder für das nachstehende Video, das ihr natürlich auch auf unserem YouTube-Kanal bestaunen könnt. Kein Video habe ich an den “Blue Holes” gemacht, ein etwas geschützter Bereich direkt am Meer, in dem man (anscheinend) Fische und Korallen beobachten könnte – wenn man schnorcheln könnte und vor allem wenn es nicht dermassen Wellen gehabt hätte. Deshalb haben wir uns gegen ein Bad entschieden.

In Kalbarri angekommen, haben wir den Campingplatz bezogen und sind nach dem Campingrundgang gleich wieder weggefahren. Denn der lange Weg hat eine grosse Leere in den Tank gefressen, die mussten wir wieder entfernen. Und dann war es wirklich soweit und wir sind das erste Mal wirklich ins Meer gestiegen. Das Wasser war sehr angenehm und in der Flussmündung (Mouth of Murchison) von der Brandung geschützt. Wir (zumindest ich) hätten noch lange im Wasser liegen können. Eigentlich hat mir Leandro gefehlt. Mit ihm hätte ich hier sicher stundenlang Bälle hin und her werfen können. (Das ist auch ein Test, ob er unser Bericht liest…). Noch kurz einkaufen gehen und dann genossen wir den Nachmittag vor unserem Camper. Zum Abendessen gab es Reste vom Vortag (against foodwaste). Morgen geht es nochmals früh los, dann haben wir für drei Tage Ruhe.

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back in history & biology lessons

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15.4.: Kalbarri -> Denham

Der heutige Tag war geprägt von einer langen Autofahrt, Erinnerungen an meine Kindheit und zwei biologischen Spezialitäten hier in der Shark Bay. Gerne erzähle ich euch nun davon.

Als kleiner Junge war es ein Highlight (vor allem für Vater und Ueli), wenn wir in den Ferien zusammen mit Vater in die Berge fahren konnten. Wir reisten entweder mit dem Zug und Postauto auf dem Grimsel oder den Susten. Ich glaube, mit Ueli war Vater sogar einmal auf dem Gotthard. Nun diese Aufenthalte waren geprägt von ausgedehnten Wanderungen. Und klein Andi war da gar nicht begeistert. Um mich bei Laune zu halten, zeigte mir Vater die Krete und meinte, wir seien ja gleich oben. Und was erwartete mich auf dieser Krete? Natürlich die nächste Krete! Das ging dann so weiter, bis wir schliesslich wirklich den Gipfel erreicht hatten.

Wieso erzähle ich euch das? Nun heute ging es uns bei der Fahrt von Kalbarri nach Denham ähnlich. Denn es war eine Fahrt von Krete zu Krete. Einem steten Auf und Ab folgend, zog sich die graue Fahrbahn zwischen einem Streifen roter Erde und dem Grün der Büsche durch endlose Landschaften. Zwischendurch wurde die einheitliche Beschaffenheit der Landschaft nur vom Horizont begrenzt. Im wahrsten Sinne gingen diese also “so weit das Auge reicht”. Leider habe ich es verpasst, an einer geeigneten Stelle ein Foto zu schiessen. Das hole ich dann bei der Rückfahrt (denn wir werden denselben Weg wieder fahren müssen/dürfen), nach und werde es euch präsentieren.

Trotzdem war die Fahrt doch ziemlich erfolgreich, was die Wildbeobachtung angeht. Wir sahen mehrfach Emus, einen Hasen, der über die Strasse flitzte und zwei Adler, die bei einem Aas sassen und nur widerwillig ein paar Schritte weg machten, um nicht von uns erwischt zu werden. Und eine Taube und eine Schwalbe kamen uns sehr nahe – leider zu nahe….

Die letzten 100 km waren dann die interessantesten, resp. boten zwei Spots, die eine besondere Erwähnung rechtfertigen. Und hier kommt nun der Biologieunterricht zum Zuge. Da wäre einmal “Hamelin Pool” mit den sogenannten Stromatolithen. Das sind sozusagen lebende Steine. Ihr findet einige Fotos unten. Ich weiss, es ist schwer sich das vorzustellen, aber das geht vereinfacht gesagt folgendermassen. Im Boden befinden sich Mikroorganismen, die vorbeischwimmende Sedimente packen und binden. Dadurch entsteht eine feste Masse. Durch die Sonneneinstrahlung verhärtet sich dieses Material. Auf diesem sammeln sich wieder Mikroorganismen, die wiederum Sedimente binden – und so weiter. Sie wachsen ca. 1cm in 30 Jahren. Hier in Hamelin Pool hat es anscheinend Exemplare, die über einen Meter hoch sind. Kurze Rechnung: diese sind somit seit 3000 Jahren am Wachsen. Sie gelten übrigens als eine der ältesten Nachweise für irdisches Leben und können 3.5 Mia. Jahre zurückverfolgt werden. Nun für das Auge ist es nichts besonderes, wie ihr vielleicht auch auf den Bildern sehen werdet. Aber mit dem Wissen im Hintergrund, bekommen diese Hügel doch einen ganz anderen Wert.

Der zweite Stopp haben wir am sogenannten “Shell Beach” eingelegt. Die Geschichte ist noch fast unfassbarer. Denn hier ist auf einer Breite von rund 200 m einer Tiefe von bis 10 m und einer Küstenlänge von 100 km kein Sand, sondern … Muscheln. Wir haben das schon einmal in Rumänien am Schwarzen Meer erlebt, dort waren die Muscheln aber ziemlich fein zermahlen. Hier sieht man die einzelnen Herzmuscheln. Diese Muscheln werden durch das Wasser, das hier einen sehr hohen Salzgehalt hat (dies wäre eine eigene Geschichte), die Sonne und weiteren Sedimenten “zementiert”. Und das führt dazu, dass das Material teilweise pickelhart ist. Es ist sogar so hart, dass bis ca. Mitte des 20. Jahrhunderts in richtigen Steinbrüchen daraus Baumaterial (in Form von Ziegelsteinen) gewonnen wurden und unter anderem Gebäude in Denham (Fotos folgen in den nächsten Tagen) gebaut wurden. Inzwischen ist die Gewinnung aber verboten.

Gestern habe ich über Farben gesprochen. Heute hätte wohl die Farbe “grau” eine wichtige Rolle gespielt. Denn der Himmel war während praktisch der ganzen Fahrt über stark bewölkt und zwischendurch regnete es auch. Aber wie bestellt: immer wenn wir ausgestiegen sind (Hamelin Pool, Shell Beach und dann auch in Denham) schien wieder die Sonne. Seit wir in Denham sind, hat der Himmel immer mehr aufgeklart und eben haben wir festgestellt, dass ausser der Mond und die Sterne nichts mehr am Himmel zu entdecken ist. Wir hoffen natürlich, dass dies die nächsten drei Tage auch so bleibt, bis wir uns am Freitag wieder auf den Rückweg machen.

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Noch eine kleine Anekdote von heute. Wir waren bereits rund 240 km unterwegs, als wir endlich beim Roadhouse Billabong – was soviel bedeutet wie Badehosenmode – nein natürlich nicht, es bedeutet “Wasserloch” in Aboriginessprache – einen Halt machten. Der Typ hinter dem Tresen fragte uns, wo wir heute gestartet seien. Als ich “Kalbarri” sagte, meinte er nur, ach beim Briefkasten… So sehen die Aussies die Distanzen….

don’t feed the birds … but feed the fish

don’t feed the birds … but feed the fish

16.4. Denham

Wir haben uns vorgenommen, an den drei Tagen in Denham vor allem auszuspannen. Damit haben wir heute begonnen. Deshalb gibt es nur einen kleinen Bericht vom Besuch im nahegelegenen Meeresaquarium. Dort halten sie einige hier ansässige Meerestiere und präsentieren sie den Besuchern. Man kann natürlich davon halten, was man will, artgerecht ist sicher anders. Andererseits machte mir der Guide einen kompetenten Eindruck, er erzählte viele Spezialitäten der einzelnen Tiere und konnte auf alle Fragen auch kompetent antworten (zumindest schien mir das so). Somit gehe ich davon aus, dass die Tiere zumindest in der reduzierten “Wirklichkeit” einigermassen gut gehalten sind.

So konnten wir von kleinen Tintenfischen über Moränen, Stingrais und Steinfischen bis zum Hai alles bestaunen. Der Star war aber für mich die Schildkröte. Dies auch, weil wir sie am nächsten betrachten konnten, schwamm sie doch mehrfach direkt vor uns durch, resp. streckte den Kopf bei uns aus dem Wasser. Beim Kaffee danach beobachteten uns zwei Möwen, so dass ich die auch noch gleich aufgenommen habe.

Danach gab es doch noch einen Pflichtteil. Denn die Wäsche war wieder einmal an der Reihe. Dank dem immer mehr aufklarenden Himmel, war sie dann auch rasch trocken, so dass wir bereits wieder über genügend Kleider verfügen. Den Rest des Nachmittags sassen wir faul herum, lasen oder surften im Internet.

Beim Zubereiten des Abendessens, kamen wir mit einem Paar ins Gespräch – ursprünglich Neuseeländer, nun aber in Australien beheimatet. Sie erzählten, dass sie schon dreimal in Europa waren und dabei auch die Schweiz besuchten. Und was für ein “lovely Country” wir doch hätten… Da sie auch dieses Jahr vorhaben, Europa zu besuchen, haben wir ihnen unsere Adresse gegeben – mal sehen, vielleicht schauen sie ja vorbei.

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Dazu heute noch ein kleines Video vom Turtle, den sie verletzt gefunden und hier wieder aufgepeppelt haben. Interessant ist aber, was der Typ, der uns rum geführt hat dazu sagt. Die Schildkröten fressen vor allem Quallen. Wenn es nun Abfall im Wasser hat, vor allem Plastiksäckchen, dann verwechseln dies die Schildkröten mit Quallen und versuchen sie zu fressen. Viele davon ersticken dabei, andere sterben später an den Folgen im Magen.

Und zum Schluss noch wie versprochen (siehe Bericht von gestern “back in history & biology lessons”), ein paar Bilder des Shell-Hauses, das Haus also, dass mehrheitlich aus den Blöcken aus Muscheln gebaut wurde. In der Totale sieht man es gar nicht, im Detail ist aber dann klar ersichtliche, dass die Steinblöcke aus Muschelzement bestehen.

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Und noch was: aktuelle sind wir an dem Punkt, der am nächsten zur Heimat liegt. Hier in Denham (übrigens die westlichste Stadt in Australien) sind es “nur rund 13’251km bis nach Hause (vergleiche dazu den Bericht “far, farther, farthest away“).

in the summertime, when the weather is high…

in the summertime, when the weather is high…

17.4.: Denham

Hier herrschten heute trotz Herbst fast sommerliche Temperaturen. Wenn nicht der Wind für einige Abkühlung gesorgt hätte, dann hätten wir einen Eindruck erhalten, wie es im Hochsommer hier aussehen könnte.

Heute haben wir Denham mit der festen Absicht verlassen, in Monkey Mia, “der Heimat” der Shark-Bay-Delfine wieder einmal einen Walking-Trail zu absolvieren. Nicht sehr lange sollte er sein, aber doch ein paar Schritte. Nun, wie es so ist mit “Absichten” – sie können auch rasch wieder aufgegeben werden. Aber das lag nicht nur an uns, denn als wir in Monkey Mia den Weg genauer studierten, war es ein “Bush-Walk” – und Büsche haben wir nun schon zur Genüge gesehen. Wir hatten einen Walk am Meer entlang erwartet.

Somit begnügen wir uns damit, das Meer in der Bucht zu beobachten, ob vielleicht doch noch ein Delfin vorbeischauen würde. Denn eigentlich waren wir schon zu spät, die “Essenszeit” ist üblicherweise um ca. 8 Uhr. Und wenn man den Aufzeichnungen der letzten paar Tage glauben kann, dann erscheinen die ersten wirklich jeweils zwischen 8 und 8:20 Uhr. Aber wir hatten Glück, denn als wir beim Cappuccino sassen, schwammen wirklich zwei Exemplare etwas weiter draussen vorbei, verzichteten aber auf einen Happen. Somit waren die Fotos hier sogar schwieriger, als in Bunbury, wo die Delfine nur ein paar Meter von uns weg waren. So nutzen wir dann die übrige Zeit, um weitere Tiere in der freien Wildbahn zu bestaunen und zu fotografieren. Es tauchte sogar eine Schildkröte aus dem Wasser auf.

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Bei der Rückkehr von Monkey Mia machten wir an der Little Lagoon einen Halt und stürzten uns zur Abkühlung ins kühle Nass. Die Little Lagoon ist eine sehr flache Landpfanne, in der das Meerwasser einschwemmt und länger liegen bleibt. Dadurch ist die Temperatur des Wassers sehr angenehm und der Strand ist sehr flach. Dadurch, dass der Wasserstand sehr niedrig ist, erhält das Wasser auch eine spezielle Farbe. Auf den Fotos ist das ansatzweise zu erkennen.

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Um aber ein Überblick zu erhalten, habe ich die Drohne gestartet. Habe ich schon erwähnt, dass der Wind ziemlich stark war? Nun, die Drohne ist geflogen und hat wacker gegen den Wind angekämpft. Das hat aber dazu geführt, dass die Funktionalität, die eine stabile Aufnahme garantieren soll, so ziemlich an die Grenzen gekommen ist. Das ist im Video auch an den Vibrationen zu erkennen. Denn genau diese sollten eigentlich nicht sichtbar sein. Leider hat das System den Steigflug auf 200 m automatisch gestoppt. So hat es leider nicht ganz für eine Aufnahme über den ganzen See gereicht. Aber ihr solltet doch einen Eindruck erhalten.

Und nochmals etwas weiter Richtung Denham gab es einen Lookout, von dem man einen phantastischen Blick über den Indischen Ozean (respektive den Teil der Shark Bay) hat. Auch hier war das Farbenspiel zwischen dem Grün der Büsche, dem Türkis des flachen und des Dunkelblaus des tieferen Wassers eindrücklich. Wenn man dann noch die Zeichnungen der Wolken berücksichtigt, dann gibt es wohl kaum einen besseren Ausblick als hier.

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Und zum Schluss noch dies: In Monkey Mia haben wir dieses Fahrzeug gesehen. Mir scheint, dass es sich lohnt, den Spruch auf der Rückseite ernst zu nehmen. Denn nur zu schnell lassen wir uns von negativen Gedanken anderer beeinflussen. Für diejenigen unter euch, die der englischen Sprache nicht so mächtig sind, hier eine annähernde Übersetzung: “Lass niemanden mit dreckigen “Füssen” (hier im übertragenen Sinn für negative Schwingungen oder so) durch deine Gedanken/Geist/Kopf gehen.”

ice cold

ice cold

Manchmal ist es schon brutal, wenn man fremdbestimmt wird. Dann z.B. wenn man gezwungen ist, einen Liter Eis aufzuessen, weil man den Anweisungen auf der Verpackung nicht Folge leisten kann. Denn 1. ist unser Gefrierfach zu klein für diese Dose und 2. erreicht es wohl nicht -18 Grad. Resultat: das Eis musste weg.